Irmtraud Heinrich
25. Mai 2026, 12:50:55
Hm, also das hier… riecht erst mal nach Apfelsaft, wirklich, so frisch gepresst und leicht süßlich. Keine Spur von Zwetschge, eher Richtung Kirsch – fast wie ein milder Obstbrand. 🍒 Am Gaumen dann dieser Gerstenbonbon, sehr direkt. Man merkt sofort: vier, fünf Jahre, mehr nicht. Die Malts sind jung, kaum raue Kanten, aber „gereift“ ist was anderes. Eher Weißwein-mäßig leicht, mit ’ner feinen öligen Vanille, die wohl aus den Tennessee-Fässern kommt. Das Holz ist „schwer“ und doch irgendwie milde, kein beißendes Tannin. Schwer, das Wort „mature“ in den Mund zu nehmen. Es ist schon besser als erwartet, durchaus fair. Nicht unangenehm, wirklich – aber definitiv zu jung für puren Genuss. Für’s Mixen? Perfekt. Da spielt die Süße mit dem barleyish-Kick. Fast wie ein süffiger Brand aus Kirsch. Insgesamt: weniger roh als befürchtet, aber mit dem Apfel- und Vanillebogen taugt er eher zum Longdrink.






