Hermann-Josef Singer
25. Mai 2026, 17:05:00
Boah, was für ein Brett. 🥃 Tief teerig, wie frisch geteerte Taue und ein alter Gummistiefel, aber nicht unangenehm – eher so „dreckig-küstig“ mit Salzwasser, schwarzen Oliven und einem Schuss Zitronensole. Dazu dieser fette, salzige Umami-Vibe, fast wie Anchovis direkt aus der Dose und geräucherte Kippers. Und dann kommt eine trocken-herbe Note, Espresso, bittere Zartbitterschokolade, dazu geröstete Mandeln mit Meersalz. Es riecht auch nach medizinischen Einreibungen und scharfen Salben, gleichzeitig nach heiß geräuchertem Paprika und geräuchertem Chili. Irgendwo dazwischen schwingt edles Marzipan mit, aber richtig speckig und würzig, wie gepökeltes Wild. Die Farbe ist tief bernsteingold, im Glas ölig-dick. Der Abgang zieht eeewig, bleibt salzig-lakritzartig, trocken-sherryfässrig und pfeffrig, mit einem Hauch Fenchelsamen und geräuchertem Tee. Geschmacklich wie eine Mischung aus Root-Beer-Sirup, Melasse mit Rauch und einem Spritzer Tinte. Das hat was von ’83er Islay-Powerhouse – einfach brilliant, wenn man diesen dreckigen, fettigen Stil mag. Für mich ein typischer Vertreter dieser Sorte, wirklich verdammt gut. 🔥







