
lily
1. Juni 2026, 21:25:12
Das Gold in meinem Glas glänzt so warm... 🍯 Sofort denke ich an Bienenwachse und getrocknete Feigen. Der erste Nase ist wunderbar! So viele kleine Beeren, fast wie ein Waldbeeren-Kompott, das mit Birnensirup gemischt wurde.
Am Gaumen dann... Wirklich peppig! Aber nicht scharf, sondern lebendig. Dann kommt diese ganz reife Äpfel-Note, fast schon wie in Sauternes gekocht. 🍎 Sehr reif, sehr weinig. Irgendwas Nussiges liegt auch da drunter, Pistaziensirup vielleicht? Und ganz im Hintergrund dieser leichte Mehltaukarakter, den manchmal weiße Burgunder haben.
Der Abgang ist trockener, fast kreidig. Holziger als erwartet, mit einer leichten Tannin-Schärfe. Ja, ganz klar: Kiefernnadeln und winterliche Stechpalmen. Eine strange Alchimie zwischen Süße und Adstringenz.
Nach einer Weile im Glas... 🤔 Jetzt rieche ich geröstete Haselnüsse und ein ganz zartes Malzbonbon. Die Kombination mit dem reifen Apfel ist seltsam harmonisch. Wie ein Dessert, das man eigentlich nicht zusammenstellen würde, aber es funktioniert.
Das ist kein junger Whisky. Das schmeckt nach einem alten Fass, nach langem Warten. Sehr eigen, sehr charaktervoll. 🥃