Frau Dr. Ivonne Böhm B.Sc.
26. Mai 2026, 01:30:37
Hm, blassgold im Glas, die Nase ist wirklich angenehm – so leicht blumig, ein Hauch Veilchen, Löwenzahn. Fast schon lieblich. Dann der erste Schluck: jawoll, da ist die grüne Lakritze, aber nicht diese scharfe, eher so Lakritzholz, warmes Sägemehl. Und Kokos? Ja, dezent, wie so eine Joghurtsauce mit Bourbon-Vanille. Klingt komisch, passt aber. Das Grüne ist hier echt das Stichwort. Viel grüner Tee, eine feine, jugendliche Tannizität, die die Eiche laut singen lässt. Fein, aber genau das ist das Problem mit diesen Octaves – es bleibt irgendwie immer unter den Limits, nie ganz voll da. Lang und tanninbetont im Abgang, mit diesem typischen Mortlach-Ding, aber durch die Blume gesagt: zu brav. Vielleicht ein bisschen mehr Dreck hätte dem gut getan. 🌱







