Ian L
4. Juni 2026, 15:43:51
Hmm, dieses Glas fühlt sich an wie ein Sommernachmittag auf dem Land. Zuerst rieche ich das Pulvergetränk, das meine Oma früher gemacht hat – frisch und ein bisschen wie Orangenscheiben, die man direkt vom Baum pflückt. Im Hintergrund taucht etwas auf, das mich an frisch gemachten Brotteig erinnert, fast wie in einer Bäckerei, in der die Hände gerade ordentlich kneten. Im Mund ist’s dann spannend: erst ein Hauch von Kräutern und Stroh, fast wie Heuboden, gefolgt von der angenehmen Bitterkeit, die man von Aprikosenkernen kennt. Und plötzlich schmeckt man richtig frisches Brot, kurz bevor es in den Ofen kommt, mit einem leichten Gips-Noten wie in einem neu verputzten Raum. Dann zeigen sich die Dosenfrüchte – Birnen und Pfirsiche, leicht sirupig, aber mit einer Zitrusfrische, die alles ausbalanciert. Die Textur ist irgendwie vollmundig und gleichzeitig präzise, wie Kreide, die sich langsam auflöst. Der Abgang ist lang, fast wie Tinte, die sich langsam ausbreitet, mit einem zitronigen Twist zum Schluss. 🍞🍐






