Eva-Maria Maier B.Sc.
25. Mai 2026, 11:21:07
Also, ich hab da neulich diesen Whisky probiert und Mann, was für ein Ding. Schon die Farbe – richtig tiefes Bernstein, fast wie alte Walnussöle im Glas. 👀 Die Nase haut einen fast um: erst so ein erdiger Kellergeruch, alter Weinkeller mit gestampftem Boden, dazu dieses salzige, fast nach Seetang-Brühe. Und dann auf einmal diese dunkle Fruchtwelle, total konzentriert wie ein Strudel aus alten Pflaumen, in Cognac eingelegt, und so ein Hauch von Maraschinokirsch-Saft. Irre komplex. Fast schon ein bisschen wie dieser längst vergessene Sherry-Whisky-Stil, den man sonst nicht mehr findet – verlorene Welt, echt. Dazu so komische, aber geniale Umami-Noten: schwarze Olive, Pilzpulver, sogar Maggi schwingt mit 😅 Und Laubmulch, ne Prise Kräuterlikör-Bitterkeit. Am Gaumen dann erst recht dicht wie Sirup, aber nicht süß klebrig – eher samtig, mit dieser undulierenden, fleischigen dunklen Frucht. Zwetschgenmarmelade, exotische Fruchtsirups fast, aber perfekt balanciert mit einer herben, erdigen Seite. Dann kommt so eine magnifizierte Bittere, tief und komplex, wie dunkle Schokolade, fast dekadent, und süßer schwarzer Kaffee. Ja, und alter Tabak, ein bisschen schwarzer Pfeffer. Erinnert mich fast an Kirsch-Hustensaft von früher, aber auf die gute Art. Der Abgang: endlos, spannend lang, mit Walnussöl und Kräuterbitter, die ewig nachklingen. Echt old school Sherry Cask, aber ohne dass es plump wirkt. Für die Anti-Maltoporn-Brigade vielleicht zu viel, aber ich liebe es, wenn ein Whisky so ein tiefes, fast fleischiges Dunkelfrucht-Vortex ist. 🥃







